* 1942 in Erfurt
Rüdiger Götze stammt aus einer Künstlerfamilie: Der Vater Hermann war Intendant und Schauspieler, die Mutter Gerda Sängerin. Nach einer Lehre als Elektroingenieur (1956 – 59) arbeitete er als Beleuchter im Theater Erfurt. Ein Studium am Nationaltheater Weimar folgte vom 1961 – 63 mit Abschluss als Schauspieler. Besonders prägende Persönlichkeiten während des Studiums waren Prof. Otto Lang, Prof. Fritz Bennewitz und Helmut Raabe (Dramaturgie).
Als erste Stellte spielte er und machte Regieassistanz in Greifswald bei Adolf Dresen von 1963 – 65. Anschließend folgten zwei Jahre am Theater der Freundschaft, Berlin, ein Jahr als Regieassistent am Theater Görlitz-Zittau, ein Jahr als Schauspieler und Regisseur am Theater Cottbus. Als Schauspieler und Regisseur arbeitete er am Theater der Freundschaft Berlin (heute das Karussel Theater) von 1969 – 75, am Theater Görlitz-Zittau von 1975 – 1982 und am Theater Magdeburg von 1982 – 84. Von 1984 – 1988 war er Direktor am Haus Zittau des Gerhard Hauptmann Theaters Görlitz-Zittau zusammen mit Regie- und Schauspieler-Verpflichtungen. Rüdiger Götze wurde 1988 zum Intendanten des Gerhard Hauptmann Theaters ernannt. Nach der Wende arbeitete er weiter an diesem Theater als Schauspieler und Regisseur (1991 – 1997). Seit 1997 lebt er als freischaffender Regisseur und Schauspieler mit Auftritten in Stuttgart, Berlin, Schwerin, Frankfurt/Oder, Schwedt, Rostock, Cottbus und Reutlingen.
Seit 1963 hat Rüdiger Götze etwa 250 Rollen gespielt, 44 Schauspielstücke inszeniert und 12 Ausstattungen in den Bereichen Schauspiel, Operette, Kabarett und Freilichtspektakel. Besondere Rollen waren Emanuel Striese in BÜRGER SCHIPPEL von Carl Sternheim in Zittau, Schwerin und Cottbus, Graf de Giche in CYRANO DE BEGERAC von Rostand, Heinrich Faust in URFAUST von Goethe (Zittau), Jean in FRÄULEIN JULIE von Strindberg und Gutsverwalter in DIE MÖWE von Tschechow.
Rüdiger Götze spielt Graf Jerzabinka in DER MODERNE MITISLAW und den Erzähler in DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN in der Spielzeit 2006/07. Dazu liest er an drei Abenden mundartliche Texte: BERLIN, BULETTEN UND JESCHICHTEN, MASURISCHE GESCHICHTEN und BAYERISCHES, BREZN UND BIER.
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER hat einen sehr schönen Bericht über Rüdiger Götze am 15. Dez. 2006 unter der Titel »Jetzt geht's mir gut« veröffentlicht.